Er ist der glücklichste Mensch der Welt !!!



Hamburg - Mit einem Zwischenfall im Januar 1962 fing alles an. Damals stieg der Kroate Frane Selak in einen Zug nach Dubrovnik. Die Bahn fuhr an einer Schlucht entlang, darunter befand sich ein Fluss. Selak saß in einem Abteil und ahnte nichts. Doch irgendwo am Rande der Schlucht lag ein Felsbrocken auf den Schienen, der Zug entgleiste und fiel hinab. Salek konnte sich aus dem Zug befreien und schwamm, bis er im letzten Moment aus dem Wasser gezogen wurde. 17 andere Passagiere kamen bei dem Unfall ums Leben.
Mit der Geschichte beginnt die Pechsträhne von Selak - oder seine Glückssträhne, genau lässt sich das nicht sagen. So wurde er während eines Flugs aus der sich plötzlich öffnenden Flugzeugstür gesogen und landete in einem Heuhaufen. Unverletzt. Zwei Mal explodierten Teile seines Autos - Selak geschah nahezu nichts. Ein anderes Mal stürzte er mit seinem Auto von einer Klippe, aber er wurde früh genug aus dem Fenster in einen Baum geschleudert, weil er nicht angeschnallt war. Nach insgesamt sieben Unglücken dieser Art ist er immer noch wohlauf.

Häufig schon hat der Musiklehrer seine ungewöhnliche Geschichte Reportern erzählt, die nannten ihn dann "Frane im Glück". So hörte auch David Ransom, ein Zeichentrickkünstler aus New York, von dem 1929 geborenen Mann. Ransom fasste den ohnehin schon Hollywood-verdächtigen Stoff, der größtenteils auf Erzählungen von Selak basiert, in einen Comic. Ein kleiner Mann mit grauer Halbglatze und Schnurrbart wird da durch die Luft gewirbelt und strauchelt von einem Erlebnis zum nächsten.


Fast drei Minuten ist der Youtube-Clip lang, mehr als 1,2 Millionen Menschen haben ihn sich schon angesehen. Auch Selak. Doch der Glückspilz ist mit dem Ergebnis einem Bericht der britischen BBC zufolge alles andere als zufrieden. Der Zeitung "Jutarnji" aus Zagreb sagte er demnach: "Die Amerikaner haben keine Ahnung. Sie haben mir einen Schnauzbart angemalt und haben meine ganzen Unfälle durcheinandergebracht." Und damit machten die Comic-Schöpfer auch noch Geld, beschwert sich Selak weiter - während er in einer Pension lebt. "Sie könnten mir wenigstens 1000 Dollar schicken."
Dabei war Selak selbst schon Millionär - eine weitere Wendung seiner Lebensgeschichte. Kurz nach seinem 73. Geburtstag knackte er den Lotto-Jackpot. In dem Zeichentrick-Clip heißt es, er habe zum ersten Mal seit 40 Jahren bei der Lotterie mitgemacht, tatsächlich spielte er allerdings schon seit Jahren dort mit. Am 5. Juni 2002 hatte er alle Zahlen richtig, sechs Millionen Kuna, über 800.000 Euro, wurden ihm ausgezahlt.

Ransom zumindest bedauert es offenbar, dass er den "world's luckiest man", wie ihn die BBC nennt, mit seinem kurzen Film verärgert hat. "Wenn er das gerne richtigstellen möchte, wäre ich mehr als glücklich, das Video abzuändern, damit es seinen Vorstellungen mehr entspricht", sagte der Filmemacher.

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Primjedbe

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